Die Vielfalt des Grabsteins

Die Geschichte des Grabsteins


Der Brauch, Grabsteine auf Gräbern zu errichten, reicht bis in die Antike zurück. In Griechenland und in Rom gab es bereits Grabsteine mit Inschriften. Hier wurden außerhalb der großen Städte ganze Gräberstraßen angelegt, die mit Grabsteinen und Inschriften versehen waren. 
Neben Grabsteinen wurden in den christlichen Kulturen auch Steinsarkophage aufgestellt und man übernahm zudem den antiken Brauch, Gräberstraßen vor den Städten anzulegen. Im Laufe der Zeit wurde immer häufiger zur Kennzeichnung des Bestattungsortes ein Grabstein oder eine Bronze-Grabplatte liegend in den Boden eingebracht. Ursprünglich wurden die Toten in der Kirche unter den Kirchenboden beigesetzt. Doch aus Platzgründen entstanden nach und nach auch um die Kirche herum Gräber, wobei man die Grabsteine nicht mehr auf das Grab legte, sondern sie stehend an der Kirchenmauer befestigte. So haben sich mehr und mehr die stehenden Grabsteine durchgesetzt. 
Da jedoch Granitgrabsteine sowie andere Steinarten sehr kostspielig waren, wurden zunehmend auch Grabmahle und Kreuze aus Holz eingesetzt. Bis heute ist das Holzkreuz als provisorisches Grabmal nach der Bestattung geblieben. 
Der Grabstein dient in den meisten Kulturen zum Gedenken an den Verstorbenen und wird auf dem Friedhof an der Grabstätte aufgestellt oder liegen angebracht. Der Grabstein sollte zumindest den Namen des Verstorbenen tragen. Meistens sind jedoch noch das Geburtsdatum sowie der Todestag vermerkt. 
Bis heute sind Grabsteine oder Grabmäler die klassische Kennzeichnung von Gräbern auf Friedhöfen. Immer häufiger gibt es jedoch Alternativen zum klassischen Grab auf dem Friedhof, die bewusst auf eine Kennzeichnung in Form eines Grabsteins oder Grabmals verzichten. Dazu zählen die anonymen Bestattungen: See- oder Baumbestattungen. 

 

Material der Grabsteine


Der klassische Grabstein ist üblicherweise aus Marmor oder Granit. Es finden sich auch Sandstein-, Kalkstein oder Schiefergrabsteine auf unseren Friedhöfen. Immer größerer Beliebtheit erfreut sich jedoch der Materialmix. Angehörige können so ihren ganz individuellen Grabstein oder das besondere Grabmal aus den unterschiedlichsten Materialien und Gestaltungsformen erstellen, um so die Persönlichkeit des Verstorbenen widerzuspiegeln. Elemente aus Glas, Holz, Stahl oder Keramik werden mit Stein kombiniert. Hier muss nur darauf geachtet werden, dass die Gestaltung der jeweiligen Friedhofsordnung entspricht.

 


Inschrift auf Grabsteinen oder Grabmalen


Die Inschrift eines Grabsteins sollte Vor- und Zuname, Geburts- und Todesdatum enthalten. Teilweise werden auch kurze Sprüche oder der Spitzname des Verstorbenen mit aufgenommen. Verzierungen wie Rosen, Engel, Kreuze sowie Muster in Form von Kränzen als Umrandung runden die Gestaltung eines Grabsteins oder Grabmals ab. Immer öfter finden auch Porträts der Verstorbenen Platz auf dem Grabstein oder Grabmal. Heute eher selten sind lange Zitate oder Erzählungen aus dem Leben des Toten. Die Schrift und die Verzierungen können sowohl in den Stein eingearbeitet oder aufgesetzt werden oder auf einer zusätzlichen Platte platziert werden. Je nachdem wie der Grabstein oder das Grabmal gestaltet wird.

 

Die üblichsten Grabsteinformen


Der Reihenstein gilt als der klassische Grabstein für ein Einzelgrab.
Breitsteine werden auf Grund ihrer Überbreite meistens für Familiengräbern oder Doppelgräber genutzt.
Stelen sind freistehende Pfeiler die meistens für ein Einzelgrab genutzt werden und häufig mit einer Grabplatte mit Inschrift kombiniert werden.
Grabplatten decken in der Regel das gesamte Grab ab, ob Einzel- oder Doppelgrab. Häufig gibt es kleine Aussparungen für Pflanzen, Blumenvasen oder kleine Skulpturen. Diese Form des Grabsteins erleichtert die Grabpflege etwas.
Urnensteine sind spezielle Grabsteine für Urnengräber. Das können sowohl freistehende Steine als auch passgenaue Grabplatten für Urnenfelder oder Urnenwände sein.
Kissensteine liegen auf dem Grab am Kopfende eines Grabes, häufig auch in besonderen Formen wie beispielsweise die eines Buches oder eines Herzens.

 

Beispiele

 

 

Die BOLLERMANN Erfahrung:

Unsere hauptsächliche Arbeit besteht darin, Grabmale aus Edelstahl, Cortenstahl oder Rohstahl zu erstellen. Umso mehr freuen wir uns, wenn wir die Möglichkeit bekommen, unsere Stahlgrabmale mit anderen Materialien zu kombinieren, oder in Zusammenarbeit mit einem Steinmetz ein ganz besonderes Grabmal zu erschaffen. Die Kombinationen Stein und Stahl oder auch Holz und Stahl ergeben ganz außergewöhnliche Erinnerungsstücke. 

 

Quelle Wikipedia


Der Steinmetz übt einen der ältesten handwerklichen Berufe aus. Sein ursprünglicher Werkstoff war Naturwerkstein. Heute bearbeitet er ebenfalls Betonwerkstein bzw. Kunststein und verwendet neben althergebrachten Hand-Werkzeugen auch Maschinen. In seinen oft auch nach fremden Entwürfen erstellten Objekten dominieren geometrische Formen, Profile, Ornamente, Schrift- und andere Zeichen. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Grabsteine oder Bauelemente. Im Unterschied zum Steinmetz arbeitet der Steinbildhauer, der in Deutschland die ersten beiden Ausbildungsjahre gemeinsam mit den Steinmetzen absolviert, stärker gestaltend.
 

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